Newsletter 01/26 

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Liebe Leser*innen,

wir hoffen, Sie sind gut ins neue Jahr gestartet! 2026 feiern wir das 80-jährige Bestehen der weißensee kunsthochschule berlin. Gegründet 1946 im Geist demokratischer Erneuerung und des Dessauer Bauhauses, steht die Hochschule bis heute für die transformative Kraft von Kunst und Design.

Die Geschichte der Hochschule ist untrennbar mit namhaften Künstler*innen und Gestalter*innen verbunden sowie mit den politischen, sozialen und kulturellen Umbrüchen Deutschlands und insbesondere Berlins. Die Hochschule war dabei nie nur Beobachterin dieser Entwicklungen, sondern vielfach auch Akteurin gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Trotz zahlreicher Krisen und Brüche hat sie sich zu einer international profilierten Institution entwickelt, die heute, in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, bewusst auf Offenheit, kritische Debatten und positive Zukunftsentwürfe setzt.

Mit unserem Jubiläumsprogramm möchten wir die Entwicklung der Hochschule im Spannungsfeld von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft sichtbar und erlebbar machen. Zahlreiche Ausstellungen, Projekte, Präsentationen und Symposien widmen sich den Themen Gestaltung, Verantwortung und Transformation und laden zum Dialog über die Rolle künstlerischer Bildung in einer sich rasant wandelnden Welt.

Eröffnet wird das Jubiläum mit der Ausstellung „KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen“ am 11. Februar 2026 in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank. In Kürze finden Sie weitere Jubiläumsveranstaltungen auf unserer Homepage. Wir werden das stetig wachsende Programm dort laufend aktualisieren.

Ihre weißensee kunsthochschule berlin

 

Ausstellungen und Inszenierungen

Musiktheaterwerkstatt II,
Szenen aus Eugen d'Alberts „Tiefland“

Ob altbekanntes Repertoire, unbekannte oder selten gespielte Opernwerke – in der Musiktheaterwerkstatt sind sie das Experimentierfeld unserer Bühnen- und Kostümbild-Studierenden. In Kooperation mit Regie-, Gesangs- und Produktionsdramaturgie-Studierenden der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin erarbeiten sie ausgewählte Szenen für die Bühne.

Die „Musiktheaterwerkstatt II“ widmet sich der heute nur noch selten gespielten Oper „Tiefland“ des britisch-schweizerischen Komponisten Eugen d’Albert. 1903 von Leo Blech in Prag uraufgeführt, zählte sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Opern des deutschen Verismus und handelt von der Abhängigkeit einfacher Menschen von einem Gutsbesitzer in den katalanischen Pyrenäen Ende des 19. Jahrhunderts.
Vorstellungen: 17.01.26, 19 Uhr und 18.01.26, 17 Uhr, Studiosaal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

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SIZE

Malerei-Studierende der weißensee kunsthochschule berlin haben sich unter der Leitung von Pia Linz und Petra Trenkel mit dem Aspekt der Größe von Kunstwerken aus unterschiedlichen Blickwinkeln auseinandergesetzt. Schnell bestätigte sich die Annahme, dass eine großformatige Leinwand noch lange kein „großes Kunstwerk“ garantiert und dass im Hinblick auf die Aufmerksamkeitsökonomie kleinformatige Arbeiten durchaus Sprengkraft entfalten können. Die Beschäftigung mit verschiedenen künstlerischen Positionen (u. a. Sol LeWitt, Giorgio Morandi, Caroline Kryzecki, Pedro Boese) verdeutlichte das fruchtbare Wechselspiel zwischen klein- und großformatigen Setzungen und rückte die Bedeutung des Marginalen und Prozesshaften verstärkt in den Fokus.

In der Ausstellung „SIZE“ setzen die Studierenden nun ihre eigenen Arbeiten – die sie im Laufe des Wintersemesters eigenständig und unabhängig vom Kolloquium entwickelt haben – in den Bezugsrahmen von klein <=> groß. Eröffnung: 03.02.26, 18−20 Uhr, Kunsthalle am Hamburger Platz

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KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler*innen

Anlässlich des 25. Todestages von Wolfgang Peuker würdigt die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank sein künstlerisches Vermächtnis mit der Ausstellung „Klasse in Weißensee! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen“. Peuker war nicht nur ein bedeutender Akteur der Kunstszene der DDR, sondern prägte als Professor an der weißensee kunsthochschule berlin auch nachfolgende Künstlergenerationen.

Die Ausstellung widmet sich dem künstlerischen Vermächtnis des virtuosen Malers, der in seinen Bildern das Zeitgeschehen stets kritisch kommentierte, und stellt zugleich mit Stefanie Hillich, Sibylle Prange, Philipp Schack und Christian Thoelke vier seiner bekanntesten Studierenden vor.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank und der weißensee kunsthochschule berlin im Rahmen des 80-jährigen Jubiläums statt.
Laufzeit: 11.02.26−05.07.26

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Vorträge und Diskussionen

Permeationen: Wie geht’s weiter mit der künstlerischen Forschung?

Die künstlerische Forschung in Berlin steht vor entscheidenden Weichenstellungen – politisch wie institutionell. Nach dem Stopp des „Berliner Programms Künstlerische Forschung“ rückt nun die geplante hybride Promotion der vier Berliner Kunst- und Musikhochschulen in den Fokus. Diese Entwicklungen werfen die Frage nach der künftigen Verortung und Weiterentwicklung künstlerisch-gestaltender Forschung auf – eine Diskussion, die der Band „Permeationen. Durchdringungen zwischen künstlerischer Forschung und ästhetischer Theorie“ (Spector Books, 2025) thematisiert.

Eine Veranstaltung am 16. Januar 2026 in der nGbK – neue Gesellschaft für bildende Kunst verbindet ab 18 Uhr Buchpräsentation, künstlerische Beiträge und einen Roundtable zu einer vielstimmigen Reflexion über Spannungsfelder zwischen Theorie, Praxis und Politik der künstlerischen Forschung – innerhalb und außerhalb von Kunsthochschulen. Von der weißensee kunsthochschule berlin sind mit dabei: Präsidentin Dr. Angelika Richter, Prof. Dr. Knut Ebling und Prof. Wilhelm Klotzek.

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Fashion-Faschismus

Als Teil eines „neuartigen“ und zugleich „digitalen“ Faschismus erfährt Mode seit dem Millennium einen regelrechten Boom. Dr. Elke Gaugele beleuchtet in ihrem Vortrag exemplarisch anhand rechtsextremer Labels aus Deutschland und den USA, wie Faschisierung durch Mode vorangetrieben wird. Zugleich lenkt sie den Blick auf die Geschichte zivilgesellschaftlicher Initiativen, ästhetischer und unternehmerischer Strategien, die sich gegen Hatejacking, die Verbreitung und Normalisierung rechter Mode, zur Wehr setzen.

Elke Gaugele ist Empirische Kulturwissenschaftlerin und Professorin für Moden und Styles an der Akademie der bildenden Künste Wien. Dort leitet sie das Forschungsprojekt „Fashion and the Far Right: The New Complexity in Style“ (FWF 2023–2026). Zu ihren international bekanntesten Publikationen gehören „Fashion and Postcolonial Critique“ (hg. mit M. Titton 2019) und „Aesthetic Politics in Fashion“ (2014).

Vortrag: 29.01.26, 17 Uhr, Hörsaal (C1.05) der weißensee kunsthochschule berlin 

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Preise und Auszeichnungen

Mia-Seegers-Preis 

Produktdesigner Carl Bahra hat für seine Masterarbeit anamnese+ den renommierten Mia-Seegers-Preis für Nachwuchsdesigner*innen gewonnen. In den nächsten zehn Jahren gehen rund 68 Prozent der Hausärzt*innen in Deutschland in Rente – besonders in ländlichen Regionen. Carl Bahra nimmt mit anamnese+ dieses Problem ins Visier.

Seine Idee: anamnese+ – ein schlankes Ultraschallgerät, das in Apotheken, Schulen oder Einkaufszentren bereitliegt und auch von nicht-ärztlichem Personal bedient werden kann. Es projiziert die Untersuchungsbereiche direkt auf den Körper, liefert über ein integriertes Display Echtzeit-Feedback zur Scanqualität, während eine KI Artefakte erkennt und klare Handlungsanweisungen gibt.

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Kunsthochschule Berlin-Weißensee
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