Newsletter 04/26
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Liebe Leser*innen,
„Die Gegenwart ist nicht nur von der Vergangenheit bedingt, sondern die Vergangenheit lebt in der Gegenwart fort“, notierte einst Max Horkheimer. 80 Jahre weißensee kunsthochschule berlin laden dazu ein, nicht nur Chroniken, sondern auch ein reiches materielles und immaterielles Erbe zu befragen. Welche ideologischen Spuren, welche widerständigen Kräfte, welche Brüche und Aufbrüche haben sich in Architektur, Räumen, Designobjekten, Archiven und Traditionen eingeschrieben? Wie beeinflussen sie heute unser Selbstverständnis und ästhetisches Urteil? Während die Causa Weimer derzeit hitzige Debatten darüber entfacht, welche Kultur gefördert werden darf und wie Kunstfreiheit verteidigt werden kann und muss, schärft der Blick auf ein Erbe aus unterschiedlichen politischen Systemen das Bewusstsein für den Wert demokratischer Freiheit.
Die Ringvorlesung „Weißensee in situ. Archäologien einer Kunsthochschule“ nimmt in diesem Sinne einen Perspektivwechsel vor und fragt mit Vorträgen, Gesprächen, Lecture Performances und einer Schau: Was lagert in den Schränken, was wispern die Dinge, was erzählen die Standorte? Auch die Ausstellung „RELATIONS“ untersucht, welche Beziehungsformen durch materielle und visuelle Elemente entstehen, die uns umgeben. Die Schau „Gestalten für Berlin“ im Werkbundarchiv – Museum der Dinge führt durch die Designgeschichte unserer Hochschule. Und der „3. Nachhaltigkeitstag" schlägt eine Brücke in eine verantwortungsvolle Zukunft. Blicken Sie mit uns zurück und nach vorn. Wir freuen uns auf Sie!
Ihre weißensee kunsthochschule berlin
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