Newsletter Juni 26 

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Symposium
Kultur im Umbruch. Die drei künstlerischen Hochschulen im Osten Berlins

Bei der Erforschung der Transformation der ostdeutschen Gesellschaft seit 1989/90 rückt der Wandel der Bildungslandschaft zunehmend in den Fokus. Das Symposium der weißensee kunsthochschule berlin (KHB), der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (HFM) und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS) widmet sich in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) erstmals vergleichend dem Umbruch an den drei künstlerischen Hochschulen im Osten Berlins: Welche Hoffnungen und Ängste waren mit dem politischen Wandel verbunden? Wie erlebten Studierende und Lehrende die Debatten um Personal, Lehrangebot und Zukunftsentwürfe der Bildungseinrichtungen? Geschah der institutionelle Umbau als „Nachbau West“, oder wurden essenzielle Traditionen gewahrt und fortgeführt? Das Symposium ist eine Veranstaltung im Rahmen des 80-jährigen Jubiläums der weißensee kunsthochschule berlin. Donnerstag, den 4. Juni 2026, ab 15 Uhr, Aula der weißensee kunsthochschule berlin 

Anmeldung und Infos

Ausstellung
MINNEAPOLIS – BERLIN: common ground

16 Studierende des Department of Art der University of Minnesota (Leitung Prof. Jenny Schmid) und des Fachgebiets Malerei der weißensee kunsthochschule berlin (Leitung Prof. Pia Linz/Petra Trenkel) fragen, wie ein gemeinsames Ausstellungsprojekt aussehen kann, wenn aufwendige Überseetransporte weder finanziell noch zeitlich realisierbar sind. In der Ausstellung loten sie den Gegensatz von Nähe und Ferne vor dem Hintergrund aktueller technischer Möglichkeiten neu aus und machen ihn zum verbindenden Thema. Die vom DAAD geförderte Zusammenarbeit wird durch eine weitere Ausstellung in Minneapolis fortgesetzt und in einem Katalog dokumentiert. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, den 11. Juni 2026, 19 Uhr, im KUNSTPUNKT BERLIN – Raum für aktuelle Kunst. Dort ist sie bis zum 28. Juni 2026 zu sehen.

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Ausstellung
Gespiegelt
Perspektiven zeitgenössischer Radierung

In der Ausstellung „Gespiegelt – Perspektiven zeitgenössischer Radierung“ präsentieren Studierende und Lehrende der weißensee kunsthochschule berlin, der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig circa 50 aktuelle Positionen des Tiefdrucks.

Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich die Druckgrafik mit Holzschnitt, Kupferstich und Radierung zur eigenständigen Kunstform, geprägt von Persönlichkeiten wie Gutenberg und Dürer. Heute führen vor allem Kunsthochschulen diese Tradition fort, indem sie ein breites Spektrum klassischer und experimenteller Tiefdrucktechniken sowie mit Fotografie verbundene Verfahren bis hin zu Schnittstellen zur digitalen Welt vermitteln. Die Ausstellung wird am Freitag, den 19. Juni 2026, 19 Uhr, im Museum für Druckkunst Leipzig eröffnet und ist dort bis 30. August 2026 zu sehen. Anschließend werden die Arbeiten in Braunschweig, Berlin und Wolfsburg gezeigt.

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Ausstellung
Unforeseen Events

Im Jahr 2025 wurden acht Absolvent*innen der weißensee kunsthochschule berlin mit dem Mart Stam Preis für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Unter dem Titel „Unforeseen Events“ präsentieren sie ihre Arbeiten vom 17. bis 28. Juni 2026 in der Galerie Pankow. Die Vernissage ist am Dienstag, den 16. Juni 2026, um 19 Uhr.

„Unforeseen Events“ beschreibt das Gefühl, in einer unberechenbaren Zeit des Umbruchs zu leben, in der Antworten nicht mehr in den Werten der Vergangenheit zu finden sind. Wie bewahren wir das Unaussprechliche, das, was nicht gehalten werden kann? Und wie kann das Unsagbare gesagt werden? Die Ausstellung vereint Positionen aus Design und bildender Kunst, die sich mit persönlichen Familiengeschichten, geteilten kollektiven Erinnerungen, Praktiken der Fürsorge und Vorstellungen von Zukunft beschäftigen. Mit unterschiedlichen Strategien und Medien übersetzen die Künstler*innen und Designer*innen diese Themen in Film, Textilien, partizipative Formate und sensorische Erfahrungen.

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Öffentliche Ringvorlesung
weißensee in situ. Archäologien einer Kunsthochschule

Anlässlich unseres 80-jährigen Jubiläums blickt das Fachgebiet Theorie und Geschichte auch im Juni mit der Ringvorlesung „weißensee in situ. Archäologien einer Kunsthochschule“ aus verschiedenen Perspektiven auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kunsthochschule.

Sarah Oh-Mock entwirft am 18. Juni 2026 in ihrer Lecture Performance „Die letzten Tage von Weißensee“ eine posthumane Archäologie der weißensee kunsthochschule berlin: Anhand von Fundstücken aus dem Spätanthropozän, KI-Drohnenaufnahmen und historischen Fotografien wird eine verschwundene Welt rekonstruiert und nach ihren sozialen Räumen, Artefakten und Praktiken der Kunst befragt. Am 25. Juni 2026 zeichnet Prof. Dr. Martin Beck die Entwicklung vom Bauhaus-Vorkurs zu den Künstlerisch Gestalterischen Grundlagen nach und verfolgt deren Ausprägungen an der Hochschule von der Gründung bis in die Gegenwart. Die Vorlesungen finden immer donnerstags um 17 Uhr in der Aula der Hochschule statt. Weitere Termine finden Sie unter dem Link.

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Ausblick Juli

Am Samstag und Sonntag, den 11. und 12. Juli 2026 laden wir jeweils von 12 bis 20 Uhr zum „Rundgang – Tage der offenen Tür". Studierende aller Fachgebiete präsentieren ihre Studien-, Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten in den Räumlichkeiten der weißensee kunsthochschule berlin.

Den Auftakt der Abschlusspräsentationen macht bereits am Donnerstag, den 2. Juli 2026, das Fachgebiet Mode-Design: Im Rahmen der „seefashion26" zeigen die Bachelor- und Master-Absolvent*innen auf dem Gelände des ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik) ihre Abschlusskollektionen. Am 3. Juli 2026 eröffnet die zentrale Abschlussausstellung der Freien Kunst unter dem Titel „escalators to: big bang" im Industriedenkmal Monopol. Bereits am 5. Juni 2026, von 19 bis 21 Uhr, versteigern die Künstler*innen in der Aula einige ihrer Werke zur finanziellen Unterstützung der Ausstellung. Und am Donnerstag, den 9. Juli 2026, 19 Uhr, laden die Absolvent*innen der Visuellen Kommunikation zur Vernissage in die Projekträume feldfünf ein.

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