Newsletter Oktober 26 

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Hochschulnachrichten

Herzlich willkommen in Weißensee!

Heute haben 189 Studierende aus 50 Nationen ihr Kunst- bzw. Designstudium an der weißensee kunsthochschule berlin aufgenommen. Präsidentin Angelika Richter begrüßte sie bei der feierlichen Immatrikulation: „Werden Sie Mitgestaltende der weißensee kunsthochschule berlin. Halten Sie sie offen und kritisch. Und vor allem: Machen Sie sie zu Ihrem Ort. Denn am Ende sind Sie das Herz dieser Hochschule.“ Wir wünschen allen Studierenden einen guten Start in das Wintersemester, inspirierende Begegnungen und eine spannende gemeinsame Zeit an unserer Hochschule!

Herzlich willkommen, Tutia Schaad!

Thu Trang Schaad (Tutia Schaad) ist seit September 2026 Professorin für Mode-Design an der weißensee kunsthochschule berlin, wo sie auch ihr Studium als Meisterschülerin abschloss. Nach ihrer Tätigkeit für GIVENCHY Haute Couture und Prêt-à-Porter in Paris gründete sie 2009 gemeinsam mit Johanna Perret das Modelabel PERRET SCHAAD. Seit 2016 gestaltet sie zudem Kostüme für internationale Theater- und Tanzproduktionen. Im Mittelpunkt ihrer Lehre werden eine eigenständige gestalterische Haltung, gesellschaftliche und kulturelle Themen sowie die Verbindung von handwerklicher Praxis, Nachhaltigkeit, neuen Technologien und interdisziplinären Arbeitsweisen stehen.

Veranstaltungen und Ausstellungen
Den Grund legen & ans Werk gehen

Eine typografische Installation im Foyer gibt Einblicke in die spezifischen Lehransätze, die im Fachgebiet Künstlerisch Gestalterische Grundlagen und in den Werkstätten der Hochschule praktiziert werden. Stefanie Rau hat dafür im Rahmen des Projekts „Peripherie des Curriculums?!“ zahlreiche Interviews mit Lehrenden geführt und deren Inhalte zu kompakten Miniaturen verarbeitet und sie poetisch und visuell zugänglich gemacht. 12.10.–27.11.2026 | Foyer der weißensee kunsthochschule berlin

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greenlab – Neue Materialgerechtigkeit

Debatten über Materialgerechtigkeit, in denen sich das Ringen um die gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung von Handwerk, Material und künstlerisch-gestalterischem Werk ausdrückt, entstehen mit der frühen Industrialisierung in Westeuropa und prägen über den Deutschen Werkbund  den Gestaltungsbegriff. Mit Blick auf Gegenwart und Geschichte diskutieren Mareen Baumeister, Sofia Fernández und Konrad Jünger, welche Potenziale digitales Handwerk für die Materialfrage in Bezug auf Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wandel bietet. 15.10.2026, 18 Uhr | Werkbundarchiv – Museum der Dinge

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THE FLYING PITTBULL

Peter Schubert studierte an der weißensee kunsthochschule berlin und lehrte dort als Professor für Bühnen- und Kostümbild über 29 Jahre. Er hat mit zahlreichen namhaften Regisseur*innen zusammengearbeitet u. a. mit Frank Castorf, Thomas Langhoff, Claus Peymann und Ruth Berghaus. Zudem hat er zahlreiche Theaterplakate gestaltet. Mit der Ausstellung THE FLYING PITTBULL blickt er auf sein umfangreiches Werk zurück und verabschiedet sich als Lehrender von der Kunsthochschule. 16.–24.10.2026 | Kunsthalle am Hamburger Platz

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Explosive Zukünfte. Kunst zwischen Utopie und Unbehagen

An der weißensee kunsthochschule berlin lehrten und lehren viele renommierte Künstlerinnen, deren Arbeiten erstmals gemeinsamen in einer von Angelika Richter kuratierten Werkschau gezeigt werden: Kyun-hwa Choi-ahoi, Alice Creischer, Mariechen Danz, Friederike Feldmann, Else Gabriel, Pia Linz, Inge Mahn, Antje Majewski mit Hasso Weiß Ehrenwerth, Nanne Meyer, Marina Naprushkina, Christine Perthen, Tyyne Claudia Pollmann, Karin Sander, Lerato Shadi und Astrid Stricker. 06.–27.11.2026 | Kunsthalle am Hamburger Platz

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Das Leben der Dinge

Albrecht Schäfer entwickelte gemeinsam mit Studierenden der Bildhauerei und der Kuratorin Juliet Kothe ein Projekt, das dem Lebendigen in den Dingen nachspürt. Es reflektiert zugleich, wie Kunst gelernt und gelehrt werden kann. Da diese Prozesse nie von einer einzelnen Person ausgehen, sondern immer in viele Richtungen stattfinden und auf verzweigten Inspirationen beruhen, wurde die Liste der Ausstellenden erweitert um Roger Ackling, einen der Lehrer von Albrecht Schäfer, sowie um die Künstlerinnen Margaret Jaspé und Christiane Löhr. 8.11.–13.12.2026 | Städtische Galerie Eichenmüllerhaus, Lemgo-Brake

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Lignin Futures

Wie können aus Lignin – einem natürlichen Bestandteil von Holz und Nebenprodukt der Papier- und Zellstoffproduktion – neue Materialien entstehen? Die Ausstellung „Lignin Futures“ der weißensee kunsthochschule berlin zeigt Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts LignoLight, das neue Anwendungen für Mode und Möbel entwickelt. Bei der Vernissage am 13. November geben Forschende und Designer*innen Einblicke in ihre Arbeit. Außerdem können Schuhe aus der ligninbasierten Limited Edition von Trippen anprobiert werden. 11.–23.11.2026 | Futurium Lab

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Open-Lab-Abend: Materialwende mit Lignin

Am 12. November lädt das Futurium zum Open-Lab-Abend ein. Esther Kaya Stögerer und Jannis Kempkens von der weißensee kunsthochschule berlin geben Einblicke in das Forschungsprojekt LignoLight und zeigen, wie sich Lignin zu neuen Materialien verarbeiten lässt. Besucher*innen können die Materialien selbst ausprobieren und im 3D-Druck oder mit Nadel und Faden eigene kleine Produkte herstellen. 12.11.2026, 17–20 Uhr | Futurium

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Kritische Kunsthochschule in Vergangenheit und Zukunft – 80 Jahre weißensee kunsthochschule berlin

Das Symposium fragt nach der Rolle der Hochschule als Ort gesellschaftlicher, politischer und kultureller Aushandlungsprozesse. Im Mittelpunkt stehen Traditionslinien des Bauhauses, die kulturelle Dimension der Transformation der 1990er-Jahre und die Potenziale einer Kunsthochschule der Zukunft. Es diskutieren Zeitzeug*innen und namhaften Akteur*innen aus Wissenschaft und Kultur, u.a. Barbara Steiner, Brigitte Franzen, Florentine Nadolni und Angelika Richter. 12.11.2026, 11–18:30 Uhr | Aula der weißensee kunsthochschule berlin

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Preise und Stipendien
James Dyson Award 2026

Touchscreens gehören zum Alltag; für Menschen mit motorischen oder sensorischen Einschränkungen sind sie jedoch häufig schwer zu bedienen. Leonard Neuberger und Linus Rüllmann, Studierende im Fachgebiet Produkt-Design, entwickeln mit ANY eine barrierefreie Alternative: einen digitalen Drehregler mit haptischem Feedback, der die Nutzung digitaler Geräte zugänglicher und intuitiver machen soll. Für ihr Projekt wurden sie als nationales Gewinnerteam des James Dyson Awards 2026 in Deutschland ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

DAAD-Preis

Yan Chmarau, geboren 1994 in Mahiljou, Belarus, schloss 2026 sein Diplom im Fachgebiet Bildhauerei ab und setzt derzeit sein Studium als Meisterschüler fort. In seiner künstlerischen Praxis arbeitet Chmarau mit Video, Fotografie, Skulptur, Installation und internetbasierten Plattformen. Für seine Diplomarbeit Changing into Winter Tyres sammelte er über mehrere Jahre Videos von verlassenen VKontakte- und YouTube-Profilen aus der Zeit des frühen Internets und entwickelte daraus einen Film über Jugend, riskantes Verhalten und die Idee einer „unrealized future“. Wir gratulieren herzlich zum DAAD-Preis!

Lucia-Loeser-Stipendium

Die Lucia-Loeser-Stiftung hat dieses Jahr zwei Stipendien für die Kunsthochschule bereitgestellt. Das Stipendium erhalten Elisabeth Fraenkel, Studentin im Fachgebiet Malerei, und Lada Karanfilovic, Studentin im Fachgebiet Bühnen- und Kostümbild.
Das Lucia-Loeser-Stipendium fördert besonders begabte junge Menschen, deren Studienerfolg durch eine monatliche Zuwendung in Höhe von 550 Euro über ein Jahr maßgeblich unterstützt werden soll.

 

Drei Auszeichnungen beim German Design Award 2027
Jasmina El Bouamraoui (Visuelle Kommunikation) ist mit der Masterarbeit Algorithmische Verzerrungen: Ein Archiv entgegen der Wahrscheinlichkeiten als Newcomer 2027 für den German Design Award nominiert. Nicole Schönherr (Textil- und Material-Design) gehört mit ihrer Arbeit Talking Textiles zu den Newcomer-Finalist*innen. Ihre textilen Arbeiten reagieren auf Berührung mit unterschiedlichen, beruhigenden Klängen. Ebenfalls Finalistin ist Fumino Hasegawa (Produkt-Design). In Blurred Time und The Space Between beschäftigt sie sich mit Zeit, Material und dem japanischen Konzept „Ma“.

Deutschlandstipendien

Ein Deutschlandstipendium erhalten Mara Avendaño, Aimée Bunse, Maria Isabel Da Silva Mihoubi, Daniel Tsepo, Lena Elberfeld, Kenny Garzon Valdes, Luise Metz, Sarah Ort, Linus Rüllmann, Larissa Schieberl, Lotta Stubenrauch, Maximilian Thom, Eva Verena Wasserheß und Janco Harry Willer. Der monatliche Betrag von 300 Euro wird je zur Hälfte vom Bund und der mart stam stiftung für kunst + gestaltung zur Verfügung gestellt, denen wir herzlich danken! Auswahlkriterien waren neben fachlichen Erfolgen gesellschaftliches Engagement sowie persönliche, familiäre und soziale Aspekte.

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Kunsthochschule Berlin-Weißensee
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